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Typ DISA LS 8

allgemeines

Bei der Sirene Typ DISA LS 8 handelt es sich um eine mobile Sirene mit Verbrennungsmotor (Typ Villier MK 25c) welche in Dänemark zur Alarmierung der Zivilbevölkerung eingesetzt wurde. Sie sollte als Reserve bei Ausfall von Teilen des Warnnetzes eingesetzt werden.

Nach Auflösung des Alarmierungsnetzes wurden die verbliebenen Sirenenmodelle außer Betrieb genommen und mechanisch deaktiviert. Einzelne Exemplare haben ihren Platz bei Sammlern gefunden und wurden wieder instand gesetzt. Ob der Hersteller noch existiert ist nicht bekannt.

Inbetriebnahme

Eine große Besonderheit ist der bereits erwähnte Verbrennungsmotor, welcher die Sirene direkt, also ohne Rutschkupplung oder ähnliches, antreibt. Zusätzlich verfügt die Sirene über eine Morseeinrichtung am Stator. Die Drehzahlsteuerung am Schiebegriff beeinflusst maßgeblich den Sirenenton, wodurch ein Alarmsignal erzeugt werden kann. Zum Betrieb ist ein Öl- Benzingemisch nötig (Wichtig!) 50ml Öl auf 1l Normalbenzin. Tut man dies nicht, wird der Motor irreversibel zerstört.

Inspektion und Lagerung

Auf dem Aggregat am Motorblock findet sich ein Werkzeugkasten mit zum Betrieb und Wartung benötigter Utensilien:

  • Startschnur
  • Werkzeugschlüssel
  • Zündkerze
  • Messlehre für die Zündkerze
  • Scheckheft

Routinemäßige Überprüfung sieht folgendes vor:

Inspektion alle 3 Monate bzw. nach 60h Betrieb:

  • Überprüfung der Motorenbefestigungen sowie des Starkes
  • Prüfung der beweglichen Sirenenteile (Rotor und Morseeinrichtung)
  • Reinigen des Luftfilters mit Druckluft
  • Kühlrippen des Motors reinigen
  • Motor, Kraftstofftank und Benzinzuleitung (Benzinfilter) überprüfen
  • Zündkerzenelektroden und Zündkontakte überprüfen und ggf. reinigen

Inspektion 1x jährlich:

  • Kompressionsdruck des Motors überprüfen durch Starten und darauf achten, ob dieser stottert oder unregelmäßig läuft
  • Entfernung von Ruß
  • ggf. Einstellung von Zündkontakten

Die Zündkontakte, sowie die Zündkerzenelektroden sind im jeweiligen Wartungsintervall zu überprüfen und dürfen nicht verschmutzt sein. Nicht zu vergessen ist die Überprüfung der Reifen.

Bei Langzeitlagerung ist auf korrekte Lagerbedingungen zu achten um Betriebsbereitschaft sicherzustellen:

  • alle 4-6 Jahre sollte der Motor gestartet werden
  • Aggregat stets sauber und trocken halten
  • Morseeinrichtung geschlossen halten

technische Daten

  • Motor: Einzylinder Zweitakter Typ MK.25C, luftgekühlt
  • Bohrungsquerschnitt: 55mm
  • Kolbenhub: 62mm
  • Hub: 147ccm
  • Leistung@ 2800 u/min: ca. 2PS
  • Magnetzuendung (drehmomentsbasiert): Zuendzeitpunkt 5/32„ (4mm)
  • Zuendschalter vollständing geoeffnet: - 0.012 in (0,3mm) oder 0.016 in (0,4mm)
  • Zuendkerze: Lodge C3 (18mm Schraubgewinde) oder gleichwertig
  • Abstand der Zuendkerzenelektroden: 0.025 in (6mm)
  • Kolbenringdicke: 1/32“ (0,8mm)
  • Vergaser: - AMAL Typ 223/001 D mit Luftfilter 224/102 Zerstäuberduese 4/042 Größe 90 oder AMAL Typ 32/6 mit Luftfilter 66-226 Zerstäuberduese Groesse 90
  • Öl: Zweitakteroel SAE 30; Herstellung einer Mischung im Verhältnis 1:20 - 1:25 Teile Öl Normalbenzin
  • Sirenen[typ]: DISA, Typ LS 8
  • Bruttogewicht: 87kg

Maße der Sirene:

  • Länge: 1120mm
  • Breite: 730mm
  • Höhe: 700mm
  • Abstand Boden - Unterseite: 95mm
  • Spurbreite: 600mm
  • Bereifung: 14 x 3 in (355mm Durchmesser, 76mm breit)
  • Reifenhersteller: Dunlop
    • Reifendruck: 28 lbs.
  • Benzintank- Volumen - 2 Liter
  • Verbrauch: etwa 1l Benzingemisch pro Betriebsstunde (variiert allerdings je nach Signalfolge)

Die Sirene als Aggregat, sowie der Motorblock besitzen fortlaufende Seriennummern (links auf der Radachse bzw. rechts am Motorblock)

Quellen/Weblinks: