Logo

Wiki

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Typ DISA LS 8

allgemeines

Bei der Sirene Typ DISA LS 8 handelt es sich um eine mobile Sirene mit Verbrennungsmotor (Typ Villier MK 25c) welche in Dänemark zur Alarmierung der Zivilbevölkerung eingesetzt wurde. Sie sollte als Reserve bei Ausfall von Teilen des Warnnetzes eingesetzt werden.

Nach Auflösung des Alarmierungsnetzes wurden die verbliebenen Sirenenmodelle außer Betrieb genommen und mechanisch deaktiviert. Einzelne Exemplare haben ihren Platz bei Sammlern gefunden und wurden wieder instand gesetzt. Ob der Hersteller noch existiert ist nicht bekannt.

technische Daten

Modellbezeichnung DISA, Typ LS 8
Gesamtgewicht: 87kg
Länge über Schiebegriff: 1120m
Breite: 730mm
Höhe: 700mm
lichte Achshöhe: 95mm
Spurbreite: 600mm
Bereifung: 14 x 3 in (355mm Durchmesser, 76mm breit)
Reifenhersteller: Dunlop, 28 lbs Druck
Motor: Einzylinder Zweitakter Typ MK.25C, luftgekühlt
Bohrungsquerschnitt: 55cm
Kolbenhub: 62cm
Hubraum: 147ccm
Leistung@ 2800 u/min: ca. 2PS
Art der Zündung: magnetfeldgenerierter Funke, manueller Start mit Startschnur
Zündschalter Kontaktabstand:0.3 bzw. 0.4mm
Zuendkerze: Lodge C3 18mm Schraubgewinde oder gleichwertig, Kontaktabstand 0.6mm
Kolbenringdicke: 1/32„ (0,8mm)
Vergaser: AMAL Typ 223/001 D mit Luftfilter 224/102 Zerstäuberduese 4/042 Größe 90 AMAL Typ 32/6 mit Luftfilter 66-226 Zerstäuberduese Größe 90
Öl: Zweitakt- Öl SAE 30; Mischungsverhältnis 1:20 - 1:25 Teile Öl Normalbenzin
Tankvolumen: 2 Liter
durchschnittlicher Verbrauch: etwa 1l Benzingemisch pro Betriebsstunde

Die Sirene als Aggregat, sowie der Motorblock besitzen fortlaufende Seriennummern (links auf der Radachse bzw. rechts am Motorblock)

Inbetriebnahme

Eine große Besonderheit ist der bereits erwähnte Verbrennungsmotor, welcher die Sirene direkt, also ohne Rutschkupplung oder ähnliches, antreibt. Zusätzlich verfügt die Sirene über eine Morseeinrichtung am Stator. Die Drehzahlsteuerung am Schiebegriff beeinflusst maßgeblich den Sirenenton, wodurch ein Alarmsignal erzeugt werden kann. Zum Betrieb ist ein Öl- Benzingemisch nötig (Wichtig!) 50ml Öl auf 1l Normalbenzin. Tut man dies nicht, wird der Motor irreversibel zerstört.

Inspektion und Lagerung

Auf dem Aggregat am Motorblock findet sich ein Werkzeugkasten mit zum Betrieb und Wartung benötigter Utensilien:

  • Startschnur
  • Werkzeugschlüssel
  • Zündkerze
  • Messlehre für die Zündkerze
  • Scheckheft

Routinemäßige Überprüfung sieht folgendes vor:

Inspektion alle 3 Monate bzw. nach 60h Betrieb:

  • Überprüfung der Motorbefestigung sowie Befestigungen des Stators
  • Prüfung der beweglichen Sirenenteile (Rotor und Morseeinrichtung)
  • Reinigen des Luftfilters mit Druckluft
  • Kühlrippen des Motors reinigen
  • Motor, Kraftstofftank und Benzinleitungen (Benzinfilter) auf Dichtigkeit überprüfen
  • Zündkerzenelektroden und Zündkontakte reinigen

Inspektion 1x jährlich:

  • Kompressionsdruck des Motors überprüfen durch Starten und darauf achten, ob dieser stottert oder unregelmäßig läuft
  • Entfernung von Ruß
  • ggf. Einstellung der Zündkontakte

Die Zündkontakte, sowie die Zündkerzenelektroden sind im jeweiligen Wartungsintervall zu überprüfen und dürfen nicht verschmutzt sein.

Bei Langzeitlagerung ist auf korrekte Lagerbedingungen zu achten um Betriebsbereitschaft sicherzustellen:

  • alle 4-6 Jahre sollte der Motor gestartet werden
  • Aggregat stets sauber und trocken halten
  • Morseeinrichtung geschlossen halten