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Pintsch Bamag Anlage 1

piba_anlage_1.jpg Die Anlage 1 der PINTSCH BAMAG AG aus Butzbach (Hessen) war die erste Generation in Deutschland entwickelter und produzierter Hochleistungssirenen.

Im Jahre 1957 beauftrage das Bundesamt für Zivilschutz die PINTSCH BAMAG AG mit der Entwicklung einer neuer Supersirene zur Warnung der Bevölkerung durch den neu geschaffenen Warndienst. Ab dem Jahr 1960 wurden in Deutschland tatsächlich die ersten Hochleistungssirenen aufgestellt.

Sirenenkopf

Der Sirenenkopf der Anlage 1 hatte stattliche Ausmaße und war vollverkleidet. Er beherbergte die für Hochleistungssirenen üblichen vier Exponentialtrichter, Schallgeber und den Sirenenmotor. Zur Wartung des Motors konnte eine Revisionsklappe im unteren Bereich des Kopfes geöffnet werden.

Maschinenanlage

Die Maschinenanlage der Hochleistungssirene war in einem rechteckigen Betonbunker untergebracht, der gleichzeitig als Fundament für den Rohrmast diente. Über Schachtdeckel konnte der Bunker bestiegen werden, bzw. ein Austausch der Komponenten vorgenommen werden.

Dieselmotor

Hier kam ein Deutz-Diesel zum Einsatz.

Kompressor

Hersteller: Pokorny

Drucklufttank

Der Drucklufttank war an der Stirnseite des Betonbunkers befestigt und vollkomen von Erdreich überdeckt. Er war nur durch den Bunker durch ein Mannloch zu besteigen.

Aufstellungsvarianten

Rohrmast

Im Gegensatz zu späteren HLS-Modellen waren Sirenenkopf, Mast und Mastfuß eine untrennbare Einheit. Der Mast wurde als Rohrmast ausgeführt und führte sowohl Druckluft- und Steuerleitungen zum Sirenenkopf, als auch Auspuff und Belüftungsöffnungen aus dem Bunker heraus. Die Höhe betrug einschließlich Kopf 20 Meter.

Gebäudemontage

Eine Gebäudemontage war schon bei der Anlage 1 direkt vorgesehen. Dabei wurde der Sirenenkopf auf einer individuell hergestellten Trägerkonstruktion auf dem Dach befestigt. Die Maschinenanlage war in diesem Fall ebenfalls im Gebäude untergebracht.

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