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Bestandteile und Funktionsweise von pneumatischen Sirenen

Siehe Technik Pintsch Bamag Anlage 1

Geschichte

Bei Hochleistungssirenen handelt es sich um den Oberbegriff für eine Sirenenkategorie, deren Leistungsfähigkeit gegenüber einem vergleichbaren selbstansaugenden Modell durch technische Maßnahmen erhöht wird. Etwa zu Anfang der 60er Jahre begann der Bund hierzu mit der Firma PINTSCH BAMAG AG mit einem Großversuch, aus dem die deutschen Hochleistungssirenen hervorgingen, die zunächst von PINTSCH BAMAG AG, kurzzeitig von Rickmers Werft und später von HÖRMANN GmbH gefertigt wurden.

Einen ausführlichen Beitrag über die Entwicklung und Historie der pneumatischen Hochleistungssirenen in Deutschland finden Sie hier.

Technik

Hochleistungssirenen sind charakterisiert durch folgende Unterschiede zu selbstansaugenden Motorsirenen:

Zwangsbelüftung

In die Ansaugöffnung wird aus einer geeigneten Quelle Luft mit hohem Druck und Volumentstrom zugeführt. Der Rotor erhält keine Schaufelblätter. Die Versorgung geschieht bei den deutschen Modellen durch einen von einem Kompressor befüllten Druckluftvorratskessel. Beim US-Modell “Thunderbolt“ geschieht die Versorgung direkt aus einem Kompressor.

Exponentialtrichter

Durch einen Exponentialtrichter am Portausgang wird die Abgabe der Schallenergie an die Umgebung verbessert. Der Effekt ist mit dem eines Hornlautsprechers vergleichbar.

Netzunabhängigkeit

Die Anlagen wurden netzunabhängig ausgelegt um auch bei Stromausfall Signale zu geben. Realisierungsbeispiel: Ein Dieselkompressor füllte den Tank, der bei Stromausfall gefüllt blieb, und eine Lichtmaschine lud einen Akkumulator für die Steuerung und den im Vergleich zu selbstansaugern kleineren Sirenenmotor, der nur zum Zerhacken des Luftstroms benötigt wurde.