| Technische Daten | |
|---|---|
| Hersteller: | Elektror |
| Herstelljahre: | 1941- |
| Herstellerbezeichnung: | L141 |
| Nennspannung: | 380V/220V |
| Nennstromaufnahme: | 9A/15.5A |
| Anlaufstrom: | 35/60A |
| Nennleistung (Aufnahme): | 5 kW |
| Nennleistung (Abgabe): | 4 kW |
| Motortyp: | Asynchronmotor |
| Gewicht: | ca. 65 kg mit Dach |
| Drehzahl: | 2800 U/min |
| Portzahl: | 9 |
| Tonfrequenz (Nennwert): | 420 Hz |
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die L141 war die erste deutsche Einheitssirene und wurde im Jahre 1940 von einem Dipl. Ing. Mante aus Berlin entwickelt. Sie wurde 1957 mit nur geringen Veränderungen als E 57 übernommen. Die Idee hinter der L141 war es, eine einheitliche Sirene zu schaffen, die nur wenig Material verschlang (Materialverknappung durch die Rüstungsindustrie) und einheitliche, überall zu beschaffende Ersatzteile hatte und dennoch effektiv in der Schallleistung war.
Technik
Das Revolutionäre an der L141 war es, die Luftansaugöffnung nach unten zu verlegen, wodurch eine zusätzliche Schallabstrahlung nach unten erreicht wurde, sowie ein mehrteilliges Schallleitdach entfiel und dadurch - trotz der Beibehaltung von Stahlblech als Werkstoff - erhebliche Materialeinsparungen möglich waren. Das einteilige Schutzdach, entwickelt von einem Dr. Setzepfand, hatte eine auf die Tonfrequenz abgestimmte Form und ermöglichte eine optimale Abstrahlung der Schallenergie ohne Rückpralleffekte. Diese Vorteilhafte Konstruktion wurde bei der Westdeutschen Einheitssirene E 57 mit kleineren Optimierungen übernommen. Die elektrischen Daten entsprechen ebenfalls denen der E57.
Elektror L141
Elektror L141
Unterscheidungsmerkmale zur E 57
Motor und Fuß:
- Fußflansch der L141 hat abgerundete Seiten, die von der E 57 gerade. Schutzleiteranschluß fehlt bei der E 57.
- Richtungspfeil bei L141 am Gehäusesockel des Motors, bei der E57 am Kragen des Statorkorb.
Stator:
- Befestigungslöcher für Portabdeckung, nicht vorhanden bei E 57.
- Montagelöcher für Sirenendach bei L141 in Portöffnungen hineinragend, bei E 57 am oberen Bund freigestellt ohne Beeinträchtigung für Portöffnung.
Rotor:
- Versenkung der Rotorwellenbefestigung bei L141 eckig, bei der E 57 abgerundet.
- Innerer "Lochkranz" hat bei der L141 kleinere Löcher. Vermutlich dickere Wandstärke des Rotors.
Hinweis
Dieser Artikel wurde vom alten Sirenen-Wiki (www.xplored.de/wiki/index.php/L141) übernommen. Dank an User Hendi vom Forum IG-WaSi, der einzelne Seiten vom alten Sirenen-Wiki sichern konnte.