Als Warndienst wurde der Dienst bezeichnet, der die Warnung der Bevölkerung vor Luftangriffen und ABC-Waffen aufbaute und betrieb.
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Westdeutschland
Organisation
Im Rahmen des Zivilschutz in Westdeutschland wurde einige Jahre nach dem 2. Weltkrieg ein Dienst aufgebaut, der im Falle eines Angriffs die Lagemeldungen zu ABC- und Luftangriffen sammeln und Alarmierungen durch Sirenen und Mitteilungen an Rundfunkanstalten und besonders zu warnende Unternehmen und Behörden ausgeben sollte. Das Logo des Fachdienstes basierte auf dem internationale Zivilschutz-Symbol, dem blauen Dreieck auf orangem Grund.
Aufbau
Der Warndienst war dezentral aufgebaut und durch mehrere in Deutschland verteilte Warnämter realisiert, die in für Angriffe eher unbedeutenden Regionen außerorts in Liegenschaften mit Bunker untergebracht waren. Die Erfassung von Alarmen geschah nicht durch eigene Kräfte, sondern durch militärische Dienststellen der Bundeswehr und Schnittstellen zur NATO. Desweiteren wurde ein Netz von Meßanlagen betrieben, die Angriffe mit Nuklearwaffen automatisch melden sollten. Die Klassifizierung der Lagemeldungen und die hieraus erzeugten regionalen und wetterabhängigen Warnungen geschah durch das verantwortliche Warnamt.
Verteilung durch Deutsche Bundespost
Die Technische Grundlage des Alarmierungsnetzes bildete das Telefonnetz der Deutschen Bundespost, die die technischen Anlagen bereitstellte. Hierüber wurden in den Warnämtern erzeugte Steuersignale für Sirenen sowie Sprachdurchsagen für Warnempfänger verteilt. Das Sirenennetz wurde in der Regel zwei Mal im Jahr mit einem Bundesweiten Probealarm getestet.
Sirenennetz
Zur großflächigen Warnung der Bevölkerung wurde ab ca. 1957 mit der Einheitssirene E57, später unterstützt von Hochleistungssirenen, ein Sirenennetz aufgebaut mit dem der Großteil der dt. Bevölkerung alarmiert werden konnte, in den meisten Fällen sogar mit Weckeffekt. Teilweise wurde dieses Sirenennetz auch für zusätzliche Aufgaben verwendet, z.B. Alarmierung der Feuerwehr oder Bevölkerungswarnung in der Umgebung Kerntechnischer Anlagen, der Warndienst genoß jedoch Vorrang vor dieser Nutzung.
Der Dienst wurde nach der politischen Wende in Deutschland eingestellt.
Großbritannien
In Großbritannien erfüllte die UKWMO, United Kingdom Warning and Monitoring Organisation eine vergleichbare Aufgabe.