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| Technische Daten | |
| Hersteller: | Pintsch Bamag |
| Herstelljahre: | 1964 - 1967 |
| Fabriknummern: | ??? |
| Masttypen: | Rohrmast (20m) |
Siehe auch: Hochleistungssirene
Nur vier Jahre nach Entwicklung der Anlage 1 brachte Pintsch Bamag eine komplett neu konstruierte Anlage 2 auf den Markt. Diese zeichnete sich durch eine deutlich kleinere benötigte Aufstellfläche aus, was durch ein effizienteres Design erreicht wurde. Damit war die Anlage auch einfacher zu produzieren bzw. aufzustellen und im Endeffekt damit auch kostengünstiger.
Inhaltsverzeichnis |
Varianten
Von der Anlage 2 gab es keine unterschiedlichen Varianten.
Sirenenkopf
Der Sirenenkopf war weitgehend identisch mit dem der Anlage 1. Soweit bekannt wurden nur optisch kaum auffällige Änderungen durchgeführt.
Aufstellung
Rohrmast
Ebenfalls identisch zur Anlage 1 ist das Konzept einer "Aus einem Stück"-Anlage. Der Rohrmast war untrennbar mit Sirenenkopf und Maschinenbunker verbunden.
Entgegen der Anlage 1 war der Rohrmast nun nicht mehr auf dem Betonbunker montiert, sondern beherbergte im unteren Teil den eigentlich Zugang zum Maschinenraum. Auch Abluft, Zuluft und Auspuff wurden nun nicht mehr im Mast entlang geführt, sondern ragten aus diesem unteren Teil des Mastfußes hervor.
Gebäudemontage
Eine Gebäudemontage war auch bei der Anlage 2 direkt vorgesehen. Dabei wurde der Sirenenkopf auf einer individuell hergestellten Trägerkonstruktion auf dem Dach befestigt. Die Maschinenanlage war in diesem Fall ebenfalls im Gebäude untergebracht.
Maschinenanlage
Die Maschinenanlage der Hochleistungssirene war in einem rechteckigen Betonbunker untergebracht, der gleichzeitig als Fuß für den Rohrmast diente. Die Abmessungen des Maschinenbunkers waren allerdings deutlich geschrumpft, konnte doch der Zugang im Mastfuß untergebracht werden.
Dieselmotor
Hier kam ein Deutz-Diesel zum Einsatz.
Kompressor
Noch keine Daten bekannt.
Drucklufttank
Das geniale an der Anlage 2 war die Nutzung des Rohrmastes als Drucklufttank. Somit konnte man sich einen separat zu installierenden Tank sparen. Der sowieso hohle und nicht genutze Rohrmast wurde bei der Anlage 2 so dimensioniert und konzipiert, dass er vom Mastfuß beginnend bis zum Sirenenkopf als Druckluftspeicher genutzt wurde.
Problematisch an dieser Bauart waren allerdings die regelmäßigen Dichtheitstest des TÜV, bei denen der Drucklufttank mit Wasser abgedrückt wurde. Dieses zusätzliche Gewicht des Wassers musste der Rohrmast auch tragen.
Störmeldegerät
Das Störmeldegerät war dort installiert, wo auch der Telefonanschluss der Sirene vorhanden war. Es zeigte den Zustand der Sammelstörleitung der Sirenensteuerung an.
Bilder
Anlage 2 in Nußdorf, welche noch zur Alarmierung der Feuerwehr genutzt wird.
Videos
YouTube.com Pintsch Bamag in Nußdorf
Quellen
Keine vorhanden